IMMOBILIENlexikon

Liegenschaftszins

Der Liegenschaftszins ist ein rechnerischer Zinssatz, der im Rahmen der Immobilienbewertung – insbesondere im Ertragswertverfahren – verwendet wird. Er gibt an, welche marktübliche Verzinsung für das eingesetzte Kapital in Grundstücke und Immobilien erwartet wird. Der Liegenschaftszins dient dazu, den Bodenwert angemessen in die Wertermittlung einzubeziehen.


Wie funktioniert der Liegenschaftszins?

Im Ertragswertverfahren wird der sogenannte Reinertrag einer Immobilie ermittelt. Vom jährlichen Ertrag wird zunächst der auf das Grundstück entfallende Verzinsungsbetrag – der Liegenschaftszins – abgezogen.

Vereinfacht dargestellt:

Bodenwert × Liegenschaftszinssatz = Liegenschaftszins

Dieser Betrag wird bei der Berechnung des Gebäudeertrags berücksichtigt.


Wer legt den Liegenschaftszinssatz fest?

Der Liegenschaftszinssatz wird in der Regel von Gutachterausschüssen auf Basis regionaler Marktdaten ermittelt. Er kann je nach Lage, Objektart und Marktsituation variieren. Damit spiegelt er die aktuelle Renditeerwartung des Marktes wider.

Für Sie als Investor ist der Liegenschaftszins vor allem bei der professionellen Bewertung von Renditeobjekten relevant. Er beeinflusst direkt den ermittelten Ertragswert einer Immobilie. Ein Verständnis dieser Kennzahl hilft dabei, Marktwerte besser nachzuvollziehen und Investitionsentscheidungen fundierter zu treffen.

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