IMMOBILIENlexikon

Leerstandskosten

Leerstandskosten entstehen, wenn eine Immobilie oder einzelne Einheiten nicht vermietet sind und somit keine Mieteinnahmen generieren. Während die Einnahmen ausbleiben, laufen viele Kosten weiter – was sich direkt negativ auf Rendite und Cashflow auswirkt.

Für Eigentümer und Investoren zählen Leerstandskosten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Risikofaktoren im Immobilienbereich.


Wichtige Aspekte der Leerstandskosten

Wegfall von Mieteinnahmen

Die offensichtlichste Folge von Leerstand ist der Verlust regelmäßiger Einnahmen. Fixkosten bleiben jedoch bestehen.

Weiterlaufende Betriebskosten

Auch bei unvermieteten Einheiten fallen Kosten an, zum Beispiel:

  • Hausgeld (nicht umlagefähige Anteile)
  • Grundsteuer
  • Versicherungen
  • Instandhaltungskosten
  • Finanzierungskosten (Zins und Tilgung)
  • Vermarktungskosten für Neuvermietung

Zusätzliche Risiken

Längerer Leerstand kann außerdem zu Wertverlust, Feuchtigkeitsschäden oder einem negativen Eindruck bei potenziellen Mietern führen.


Berechnung der Leerstandskosten

Leerstandskosten ergeben sich aus:

Fixkosten der Immobilie – eingesparte variable Kosten – entgangene Mieteinnahmen

Je länger eine Einheit leer steht, desto stärker sinkt die Gesamtjahresrendite.


Tipps zur Vermeidung von Leerstand

  • Marktgerechte Mietpreisgestaltung
  • Attraktive und gepflegte Ausstattung
  • Schnelle Reaktion auf Kündigungen
  • Professionelle Vermarktung
  • Gute Mieterbindung durch zuverlässige Betreuung

Relevanz für Investoren

Für Sie als Investor sind Leerstandskosten ein direkter Renditekiller. Eine Immobilie erwirtschaftet nur dann nachhaltigen Ertrag, wenn sie dauerhaft vermietet ist.

Ein aktives Management, realistische Mietpreise und ein guter Objektzustand sind entscheidend, um Leerstand zu minimieren und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Kapitalanlage langfristig zu sichern.

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