Außenprovision
Die Außenprovision bezeichnet die Maklerprovision, die beim Kauf oder der Vermietung einer Immobilie von einer außenstehenden Partei gezahlt wird – meist vom Käufer oder Mieter. Sie ist die Vergütung für die Vermittlungsleistung des Immobilienmaklers und wird in der Regel nur bei erfolgreichem Vertragsabschluss fällig.
Im Immobilienmarkt spielt die Außenprovision eine wichtige Rolle bei der Kostenverteilung zwischen den beteiligten Parteien.
Was bedeutet Außenprovision genau?
Von einer Außenprovision spricht man, wenn die Provision nicht ausschließlich vom Auftraggeber des Maklers getragen wird, sondern ganz oder teilweise von der anderen Vertragspartei übernommen wird. Beispielsweise kann beim Immobilienverkauf ein Käufer verpflichtet sein, einen Teil der Maklercourtage zu zahlen, obwohl der Verkäufer den Makler beauftragt hat.
Wie hoch ist die Außenprovision?
Die Höhe der Außenprovision variiert je nach Bundesland, Objektart und Vereinbarung. Beim Verkauf von Wohnimmobilien an Privatpersonen gelten in Deutschland inzwischen gesetzliche Regelungen zur fairen Aufteilung der Maklerkosten.
In vielen Fällen teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision zu gleichen Teilen.
Unterschied zwischen Innen- und Außenprovision
Die Innenprovision wird ausschließlich vom Auftraggeber des Maklers gezahlt, meist vom Verkäufer oder Vermieter. Die Außenprovision hingegen wird von der anderen Vertragspartei übernommen oder mitgetragen.
Für Käufer und Investoren ist dieser Unterschied besonders wichtig, da die Außenprovision die tatsächlichen Erwerbskosten erhöht.
Bedeutung für Kaufnebenkosten
Die Außenprovision zählt zu den Kaufnebenkosten einer Immobilie und beeinflusst damit direkt den gesamten Kapitalbedarf. Gerade bei größeren Investments kann die Maklercourtage einen erheblichen Kostenfaktor darstellen.
Sie sollte deshalb immer frühzeitig in die Finanzierungs– und Renditeberechnung einbezogen werden.
Relevanz für Investoren
Für Sie als Investor ist die Außenprovision ein wichtiger Bestandteil der Gesamtkalkulation. Sie wirkt sich unmittelbar auf die Anfangsrendite und den Eigenkapitalbedarf aus.
Gleichzeitig kann ein professioneller Makler durch Marktkenntnis, Verhandlungsgeschick und Zugang zu passenden Objekten einen erheblichen Mehrwert schaffen. Entscheidend ist daher, Kosten und Nutzen realistisch gegeneinander abzuwägen.
