IMMOBILIENnews

5 Tipps für die Vermietung von Wohnimmobilien

Der Kauf einer Wohnimmobilie als Kapitalanlage kostet Investoren bereits viel Zeit und des Öfteren auch Nerven. Mit dem Erwerb ist jedoch erst der erste Schritt absolviert, um aus einer Kapitalanlage auch wirklich Kapital zu schlagen. Im nächsten Schritt steht die Vermietung der Wohnimmobilien an. Die folgenden 5 Tipps helfen Ihnen, als Vermieter die richtigen Entscheidungen zu treffen.


1. Lassen Sie sich mit Modernisierungen nicht zu lange Zeit

Der Wunsch, schnell die ersten Einnahmen in Form von Miete zu erzielen, ist mehr als verständlich. Ist es das Ziel über einige Jahrzehnte konstante Mieteinnahmen zu erzielen, eignet sich der Zeitraum nach einem Eigentümerwechsel sehr gut für Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten. Haben Sie das Objekt leer erworben, steht auch einer Kernsanierung nichts im Weg. Die Bauarbeiten geben Ihnen zudem die Möglichkeit den Grundriss der Wohnungen moderner zu gestalten oder weiteren Wohnraum im Keller, Dachboden oder durch Aufstockungen zu erzielen. Speziell in gefragten Wohngegenden kann sich eine Immobilie im Dornröschenschlaf nach einer Modernisierung schnell als Goldgrube herausstellen. Zahlreiche Mieter haben in Großstädten und Ballungszentren oft Monate oder Jahre nach dieser Art von Wohnraum gesucht. Eine hohe Fluktuation an Mietern oder Mietausfälle sind in diesem Zusammenhang daher eher seltener anzutreffen.


2. Legen Sie eine ortsübliche Miete fest

Investoren, die Immobilien erwerben, machen sich oftmals den Leverage-Effekt zunutze und verwenden Finanzierungen, um möglichst wenig Eigenkapital für den Kauf einzusetzen. Handelt es sich hierbei um einen sechs- oder sogar siebenstelligen Betrag, ist es verständlich eine möglichst hohe Miete veranschlagen zu wollen. Diesem Wunsch kann sowohl die Einkommensstruktur am Standort der Immobilie als auch Mietpreisbremsen und Co einen Strich durch die Rechnung machen. Es ist daher wichtig, die ortsüblichen Mietpreise in der Berechnung der zukünftigen Miete nicht aus den Augen zu verlieren. Innerhalb eines Mietobjekts mit mehreren Wohnungen können sich auch innerhalb des Hauses Faktoren ergeben, die eine unterschiedlich hohe Miete rechtfertigen. Dazu gehört zuerst die Größe der Wohnung. Doch auch Faktoren wie die Ausstattung, Zugang zum Garten, eigener Balkon / Dachterrasse oder ein Parkplatz vor dem Haus, gehören in eine faire Kalkulation des Mietpreises.


3. Nehmen Sie sich Zeit für die Recherche der Referenzen

Sind alle Vorbereitungen getroffen und die Wohnungen in der Kapitalanlage stehen zum Einzug bereit, ist es wichtig sich Zeit für die eingehenden Bewerbungen potenzieller Mieter zu nehmen. Handeln Sie in diesem Punkt zu unüberlegt oder einzig auf der Grundlage Ihres Bauchgefühls, kann sich diese mangelnde Recherche später als ein großer Fehler herausstellen. Eine Bonitätsprüfung ist der erste Schritt, um solvente Mieter zu finden. Zeichnet sich in den vorhandenen Auskünften ein Hang zu einer mangelnden Zahlungsbereitschaft ab, ist es ratsam auch hellhörig zu werden, wenn es sich nicht um Mietschulden handelt. Geben sich die Gerichtsvollzieher und Inkassounternehmen in einer Immobilie die Klinke in die Hand, kann dies auch für die anderen Mieter eher unangenehm sein. Zudem sollten Sie Kontakt zu früheren Vermietern aufnehmen. Vorsicht ist gefragt, falls es sich hierbei erkennbar um Familienmitglieder handelt. Haben die Angehörigen ihr Willkommen überschritten, wird nicht selten über den grünen Klee gelobt, um endlich einen Auszug zu gewährleisten.


4. Denken Sie über den Abschluss einer Mietausfallversicherung nach

Das Thema „Mietnomaden“ schwirrt den meisten Käufern einer Kapitalanlage während des Auswahlprozesses neuer Mieter im Kopf umher. Leider lässt sich auch mit allen erdenklichen Vorsichtmaßnahmen ein Restrisiko niemals komplett ausschließen. Aus diesem Grund ist es hilfreich, sich mit dem Abschluss einer Mietausfallversicherung zu beschäftigen. Kann oder will der Mieter seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen, springt die Versicherung ein und übernimmt die nicht geleisteten Zahlungen. Der Abschluss empfiehlt sich für alle Investoren, die eine monatliche Finanzierung leisten müssen und diese Beträge nicht aus der eigenen Tasche zahlen möchten.


5. Nutzen Sie die Vorteile eines regionalen Maklers

Der Wohnort eines Immobilieneigentümers und der Standort einer Kapitalanlage kann einige Entfernung zueinander aufweisen. Im Zuge der Vermietung von Wohnungen macht es sich bezahlt einen kompetenten regionalen Makler zu beauftragen. Dieser Makler erstellt das Exposé, lädt potenzielle Mieter zu Besichtigungen ein, vergleicht die Bewerbungen der Kandidaten und teilt seine eigene Einschätzung an die Eigentümer mit. Verfügt der Makler über eine jahrelange Erfahrung, sind diese Erfahrungswerte für Investoren oftmals Gold wert. Eine langfristige Zusammenarbeit erleichtert es auch zukünftig für leer gewordene Wohnung möglichst ohne lange Übergangszeit einen neuen Mieter zu finden.


Alle Angaben ohne Gewähr.

Zurück zur Übersicht